Die HAZ nennt sie “Schlägertruppe”

Herren-40-Aufstieg-Verbandsliga

Mit ihrem Aufstieg in die Verbandsliga haben es die Herren 40 in die HAZ geschafft. Diese nennt sie postum “Schlägertruppe” und versucht damit vermutlich einen Wortwitz zu platzieren. Wir nennen sie einfach “nett”. Dementsprechend fällt unser Bericht aus: An dieser Stelle noch einmal Glückwunsch, vergesst nicht, eure Aufstiegsprämie beim Sportwart zu beantragen!

Die Herren 40 der TuS Wunstorf Tennisabteilung darf sich zu Beginn der Saison über ein Unentschieden beim Staffelfavoriten Tennisverein Berenbostel freuen. Gleichzeitig setzt die Mannschaft, die in der Sommersaison 2019 den Aufstieg in die Verbandsklasse schaffte, damit am ersten Spieltag den Grundstein für eine Überraschung. Mario Woldt, der wenig später als Mitglied des Deutschen Ruderverbands zu den Olympischen Spielen nach Tokio reiste, konnte am ersten Spieltag gemeinsam mit Mannschaftsführer Nicolas Oppermann das zweite Doppel gewinnen und trug so neben seinem Sieg im Einzel seinen Teil zum späteren Aufstieg bei. Der zweite Spieltag gestaltet sich lediglich für Lars Kintscher an Position eins etwas hartnäckiger. Ein undankbarer Spielstil des Gegners sorgt für den Verlust des einzigen Matchpunkts zuhause gegen den TV Letter. Genauso deutlich gewinnt das Team ihr drittes Punktspiel gegen den Bückeburger TV WRB II. Lediglich ein Doppel mussten die Wunstorfer abgeben. Lars Kintscher, Sascha Ahlert, Jörg Rogalla und Frank Sievers konnten ihre Einzel zuvor für den TuS entscheiden. Nach zwei Jahren Verletzungspause durfte Volker Riechers sein Doppel-Debüt erfolgreich an der Seite von Lars Kintscher feiern.

Am letzten Spieltag sollte sich entscheiden, ob die Mannschaft tatsächlich aufsteigen könne. Zu Gast beim TV Hessisch-Oldendorf würde ein Unentschieden sehr knapp zum Aufstieg reichen. Die Mannschaft, die sich vor der Saison nicht ernsthaft mit dem Gedanken beschäftigt hatte, 2022 in der Verbandsliga aufschlagen zu können, gewann durch Ahlert und Sievers zwei Einzel. Kintscher und Oppermann verloren ihre Einzel, sodass mindestens ein Doppel gewonnen werden musste, um den unerwarteten Aufstieg perfekt zu machen. Nach einem deutlichen ersten Satz (6:1) verliert das Doppel Kintscher/Oppermann die folgenden beiden Sätze. Zeitgleich verloren Sievers und Ahlert ihren ersten Durchgang mit 3:6. Den zweiten Satz konnte das zweite wunstorfer Doppel für sich entscheiden, bevor es im dritten Durchgang mit einem Break (3:4) zurücklag. Ahlert und Sievers bewiesen jedoch Moral und schafften in einem hart umkämpfen Satz nicht nur den 7:5 Satzgewinn, sondern bescherten der Mannschaft den Aufstieg in die Verbandsliga. Mit nur vier gewonnenen Sätzen Unterschied konnten sich die 40er aus Wunstorf in der Tabelle vor den Favoriten aus Berenbostel kämpfen. Die Mannschaft, die kurz vor Beginn noch mit der Absage der Punktspiele seitens des Tennisverbands Niedersachen-Bremen gerechnet hatte, darf sich nicht nur über ihren zweiten Aufstieg in Folge, sondern auch über das Privileg der Platzvergabe bei Punktspielen. Letzteres sei laut Mannschaftsführer Oppermann ein zusätzlicher Ansporn für das Team gewesen, das im Vergleich zur Herrenmannschaft in der Sommersaison 2022 eine Spielklasse höher antreten darf und damit Vorrang auf die „besseren“ Plätze erhält.


(Foto: vorne von links Nicolas Oppermann, Jan Weber, Carlos del Barrio Bueno. Hinten von links Sascha Ahlert, Volker Riechers, Lars Kintscher, Michael Gerdes, Frank Sievers)

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