Das knappste 6:0 der Geschichte – bislang

Die Siege der Damen I und Herren I bleiben nur Randbemerkungen, denn Historisches spielte sich am Wochenende im Rainbow Park ab. Dass Henri sein Match gewann, sieht man auf dem Bild genauso wenig, wie Ballabdrücke auf Teppichboden. Aber eins nach dem anderen. 

Die Gäste aus Rodenberg durften gegen das personell geschwächte Team der Herren II antreten. Mannschaftsführer Simon Willenborg musste krankheitsbedingt passen, stattdessen stellte sich Björn Kuckuck erneut in den Dienst der Mannschaft, der Vize-Doppelstadtmeister spielt normalerweise in der 40er Altersklasse.   Joshua Gerdes durfte nach einem 6:3 und einer Führung im zweiten Satz die Extrarunde drehen und sich im Matchtiebreak beweisen. Dort setzte er sich mit 10:5 durch. Etwa zeitgleich beendete auch Claas Schreibmüller sein Match, auch er musste in Runde drei und konnte dort einen 6:9 Rückstand drehen und in einen 12:10 Sieg ummünzen.

Ähnlich eng wurde Björns Match entschieden, dieser lag wie Claas ebenfalls deutlich hinten, machte mehrere Punkte am Stück und belohnte sich für eine kämpferische Leistung mit einem 11:9. Wenig verwunderlich, dass alle glaubten, Henri hätte sein Match bei einem Stand von 10:12 im Matchtiebreak verloren. Als dieser aber zur Bank und nicht zum Shake Hands lief, erlosch der Applaus aller Beteiligten schnell wieder. Tatsächlich hatte auch er nach dem 6:3 und 6:7 also den vierten Matchtiebreak in der Begegnung erreicht. Dort konnte er sich, wie seine Mitspieler, mit einem 10:6 durchsetzen und das Spektakel der Einzel perfekt machen. Dabei sorgte er nicht nur bei seinen Mannschaftskollegen für bange Blicke.

Körperlich und mental geschwächt, konnten beide Doppel befreit aufspielen, so zumindest die Theorie: Claas und Joshua fanden zunächst gar nichts ins Spiel, stattdessen viele kreative Worte für ihr Spiel. Fast jeder Schlag wurde kommentiert, meist negativ. Nachdem die Kamera weggesteckt worden war, änderte sich die Stimmung beider schlagartig. So bekamen sie nach und nach Zugriff aufs Spiel und gewannen nach einem 0:6 den zweiten Satz mit 6:4. Damit stand der, Achtung! 5. Matchtiebreak an und dieser ging erneut an Wunstorf. Aber auch Björn und Henri zählten statt 15, 30 oder 40 lieber einzelne Punkte und gewannen ihr Doppel in einer Lob-Schlacht mit 7:6 und 7:6. Enger hätte der Punktspieltag also fast nicht ausgehen können. Der Unterhaltungsfaktor war sicherlich größer als bei allen anderen Teams an diesem Wochenende. Nur schade, dass nicht auch das 6. Match im Matchtiebreak entschieden wurde, andererseits gibt es jetzt einen Rekord, der noch überboten werden kann, kann, aber in naher Zukunft sicherlich nicht wird.